Berlin - Sinfonie einer Großstadt 

Ein Stummfilm in Schwarzweiß, in dem Musik und Bilder gleichberechtigt nebeneinander stehen - Thomas Schadts Film ist kein Remake von Walter Ruttmans beinahe gleichnamigem Klassiker "Berlin - Die Sinfonie der Großstadt", der 1923 dank virtuoser Montage das rasante Lebensgefühl der 20-er Jahre zum filmischen Ausdruck gebracht hat. Sondern eine Neuinterpretation nach einem Dreivierteljahrhundert, in dem die Stadt viel erlebt hat.

Facts

100 Tage lang ist Schadt mit seinem Assistenten und einer "Materialkarre" durch Berlin gezogen, um zu filmen. Parallel zu den Bildern enstand die Originalmusik von Iris ter Schiphorst und Helmut Oehring: eine "Großstadtsinfonie" aus Neuer Musik, elektronischer und Orchestermusik, Jazz- und Rockelementen. Das Filmteam drehte seine Bilder auf Grundlage musikalischer Entwürfe und montierte daraus eine Rohfassung, die wiederum den Komponisten vorgelegt wurde, damit sie die neuen Eindrücke in ihre Partitur einfließen lassen. Wie Ruttmans Film, so zeigt auch "Berlin - Sinfonie einer Großstadt" einen stilisierten Tagesablauf: Die Stadt erwacht am frühen Morgen, ruht am Mittag und amüsiert sich abends. Es beginnt mit dem Sylvester-Feuerwerk, der Frühschicht in der Großbäckerei, den letzten Nachtschwärmern. Gezeigt werden Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit, Obdachlose, Raubtiere im Zoo, Massenveranstaltungen wie der "Karneval der Kulturen", eine Nazidemonstration, die Love Parade, der Reichstag und das Olympiastadion. Und zwischen historischen Schlaglichtern wird auch der Film von 2001 mitunter zum Zeitdokument: wenn etwa auf einer Gartenparty der beinahe pleite gegangenen Bankgesellschaft Berlin ausgelassen gefeiert wird...

Eine teamWorx-Produktion in Koproduktion mit Odyssee-Film und dem SWR , Verleih: ottfilm

Crew

Produzent Nico Hofmann
Produzent Thomas Schadt
Producer Christian Rohde
Redaktion Speter Latzel, Gudrun Hanke-El Ghomri
Regie Thomas Schadt
Kamera Thomas Schadt
Schnitt Thomas Wellmann, Stefan Krumbiegel
Musik Iris ter Schiphorst, Helmut Oehring
Herstellungsleitung Mathias Schwerbrock
Produktionsleitung Lisa Breuer

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