Die Unsichtbare
Fine leidet darunter, nicht gesehen zu werden, aber sie tut alles dafür, um nicht aufzufallen. Und das, obwohl sie Schauspielstudentin ist. Nachts, wenn ihre geistig behinderte Schwester Jule nicht schlafen kann und ihren Kopf stereotyp gegen die Wand knallt, dann macht Fine den Rekorder an und bereitet Jule ein Feuerwerk an Gesang, Spiel und Tanz. In der Schauspielschule aber fehlt ihr das Selbstvertrauen, um ungeniert die Bühnenbretter zu erstürmen. Nachdem der bekannte Regisseur Kasper Friedmann Fine zum Casting eingeladen hat, überzeugt sie ihn in ihrem Spiel.
Aber er sieht in Fine auch ein verletztes Wesen, das seiner Vision von Camille entspricht, der Hauptrolle in seinem nächsten Stück. Fine bekommt ihre erste große Rolle, die sie auf keinen Fall verspielen will. Sie schlüpft in eine andere Identität. Als Camille erwacht sie zur Frau. Aber mit Camille verliert Fine auch ihre eigene Stärke, die sie im Umgang mit ihrer Schwester Jule immer wieder an den Tag legt. Denn Camille ist nicht nur selbstbewusst und sexuell aktiv, sondern auch psychisch labil und selbstzerstörerisch. Fine begibt sich in die Hände ihres Regisseurs, der sie durch die Hölle gehen lässt, ohne sie psychisch aufzufangen. Ein gefährliches Spiel, bei dem sie sich selbst zur Feindin wird.
Cast
| Josefine | Stine Fischer Christensen |
| Kaspar Friedmann | Ulrich Noethen |
| Susanne Lorentz | Dagmar Manzel |
| Joachim Bamberg | Ronald Zehrfeld |
| Juliane Lorentz | Christina Drechsler |
| Irina | Anna Maria Mühe |
Crew
| Produzent | Jochen Laube |
| Redaktion | Stefanie Groß (SWR), Georg Steinert (arte), Petra Schmitz (RBB) |
| Producer/Herstellungsleitung | Fabian Maubach |
| Herstellungsleitung | Michael Jungfleisch |
| Produktionsleitung | Valeska Bochow |
| Filmgeschäftsführung | Tina Daniel |
| Regie | Christian Schwochow |
| Casting | Anja Dihrberg |
| Bildgestaltung | Frank Lamm |
| Ton | Günter Friedhoff |
| Szenenbild | Kobita Syed |
| Kostüm | Kristin Schuster |
| Maske | Michael "Vati" Faralewski |
| Musik | Can Erdogan |
| Schnitt | Jens Klüber |
Awards
| 2011 | 46. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary Beste Hauptdarstellerin / Stine Fischer Christensen |
| 2012 | Deutscher Schauspielerpreis Beste Nebendarstellerin / Dagmar Manzel |
| 2012 | Deutscher Schauspielerpreis Bester Nebendarsteller / Ulrich Noethen |
| 2012 | 26. Bozner Filmtage Bester Spielflim |

