Inhalt
Der Film von Regisseur Thomas Schadt zeichnet Helmut Kohls politischen Aufstieg vom Mitbegründer der Jungen Union in Ludwigshafen im Jahre 1947 bis zu seinem politischen Triumph als Kanzler 1990 nach. Unter Mitwirkung des Altkanzlers wird vor allem die Zeit von 1988 bis 1990 beleuchtet, die voller dramatischer politischer Entwicklungen war. Die sehr persönlichen Interviews mit Helmut Kohl führen wie ein roter Faden durch Film und Zeit. Das Dokudrama nimmt zwei Zeitachsen in den Blick: Zum einen die 1940er/50er/60er Jahre, zum anderen die dramatischen Ereignisse in Kohls zweiter Amtsperiode, Ende der 80er Jahre: Während der Kanzler im Ausland höchstes Ansehen genoss, spitzte sich innerhalb seiner eigenen Partei ein Konflikt zu, den Kohl am Ende zwar für sich entscheiden konnte, der ihm aber die Kritik in den eigenen Reihen deutlich vor Augen führte. All dies geriet jedoch in Vergessenheit, als sich 1989 die weltpolitischen Ereignisse überstürzten. Der Zusammenbruch der DDR und der Fall der Mauer katapultierten Kohl auf den Zenit der Macht. Mit ihm als "Kanzler der Einheit" gewann die CDU die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl im Dezember 1990. Unter seiner Führung fand das wiedervereinigte Deutschland seinen Platz im geeinten Europa.