Bertolt Brechts "Baal" erzählt von einem jungen Künstler, der von der Gesellschaft als Genie gehandelt wird, sich aber nicht von einem Kunst- und Wirtschaftsbetrieb vereinnahmen lassen will. Baal ist jung, Baal ist hungrig, er verbrennt in Zerrissenheit und der Sucht nach Aufstand, Umbruch, Kontroverse. Ein Schlagabtausch zwischen absoluter Betäubung und übermächtiger Lebendigkeit. Seiner absoluten Lebensgier fallen nicht nur Frauen, Mäzene, Kritiker, Bewunderer und sein bester Freund zum Opfer,
am Ende trifft es Baal selbst.
Uwe Janson hat das Stück mit jungen Schauspielern filmisch neu erzählt, ohne die theatrale Herkunft dabei zu verleugnen. In der Montage der Bildsequenzen folgt der Film einer emotionalen, dynamischen Inszenierung, die den Versuch wagt, einen heutigen Baal zu erzählen, ohne den ursprünglichen Baal zu verraten.
Der Text ist aus den drei Brecht’schen Baal-Fassungen kompiliert und szenisch in eine Gegenwart der Gegensätze transformiert.
Eine teamWorx-Produktion Im Auftrag von ZDF Theaterkanal und ARTE