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Drehstart für teamWorx-Produktion ROMMEL (AT) - Niki Stein inszeniert mit Ulrich Tukur in der Titelrolle / in weiteren Rollen u. a. Benjamin Sadler, Thomas Thieme, Hanns Zischler, Tim Bergmann, Johannes Silberschneider, Aglaia Szyszkowitz

09.09.2011

In Frankreich beginnen heute die Dreharbeiten zu dem Fernsehfilm ROMMEL (AT) über den bekanntesten der Generäle des zweiten Weltkriegs, der in seiner letzten Lebensphase in den Konflikt zwischen unbedingter Loyalität und notwendiger Opposition geriet. Als Rommel steht Ulrich Tukur vor der Kamera, an seiner Seite spielt ein exzellentes Ensemble mit Benjamin Sadler, Aglaia Szyszkowitz, Thomas Thieme, Hanns Zischler, Tim Bergmann, Johannes Silberschneider, Max von Pufendorf, Peter Davor, Vicky Krieps und vielen anderen. Der aufwändige zeithistorische Film ist eine teamWorx-Produktion in Koproduktion mit SWR, Degeto, BR und ORF für das Erste und gefördert von der MFG Baden-Württemberg Filmförderung sowie dem FFF Bayern in Zusammenarbeit mit Beta Film. Bis Ende Oktober wird in Frankreich, Baden-Württemberg und Bayern gedreht.

Nico Hofmann, Produzent und Vorsitzender der Geschäftsführung teamWorx:

"Rommel ist für mich eine der schillerndsten und ambivalentesten Persönlichkeiten des Dritten Reiches. Besonders spannend wird für mich der Bruch in der Figur in den letzten Kriegsmonaten und Rommels Hinterfragung der eigenen Moral zwischen Hitlers Vorstellung vom Wüstenfuchs und der eigenen Verzweiflung, mit Hitlers abstrusen militärischen Plänen und Aktionen in den Monaten des Zusammenbruchs des sogenannten Großdeutschen Reiches klarzukommen. Um Heldenverklärung geht es uns nicht, sondern um das exakte Gegenteil: der Suche nach allen moralischen Widersprüchlichkeiten, die Rommel schlussendlich ausgemacht haben."

Das Drehbuch zu ROMMEL schrieb Niki Stein, der den Film auch inszeniert. Auf der Basis intensiver Beschäftigung mit Quellen und historischen Studien fokussiert sein Film die letzten sieben Monate im Leben Erwin Rommels zwischen den Anstrengungen, die Invasion der Alliierten am Atlantik abzuwehren und dem erzwungenen Selbstmord nach dem gescheiterten Attentats vom 20. Juli 1944. Im Mittelpunkt steht für den Regisseur „der eigentliche Konflikt des Menschen Erwin Rommel, der quasi stellvertretend für eine ganze Nation steht: Nämlich das allmähliche und (zu) späte Erkennen, dass der, dem man leidenschaftlich gedient hat, ein Verbrecher ist.“

ROMMEL erzählt von den vergeblichen Anstrengungen des Feldmarschalls, von Hitler Verstärkung für die Westfront zu erlangen, und von der allmählichen Einsicht in die Ausweglosigkeit der Lage nach der militärischen Niederlage in der Normandie. Von seinem Stabschef Speidel vorsichtig in die Pläne zum Sturz Hitlers eingeweiht, verhält Rommel sich abwartend, verrät aber die Verschwörer nicht. Konfrontiert mit Hitlers starrem Festhalten am Endsieg und den immer absurder werdenden militärischen Befehlen, ist Rommel, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, fest entschlossen, die Front auf eigene Verantwortung zu öffnen. Doch bevor es soweit kommt, wird er bei einem Fliegerangriff schwer verletzt ...

Produziert wird ROMMEL von Nico Hofmann, Ariane Krampe, Jürgen Schuster und Sascha Schwingel, Dramaturgie Carolin Haasis. Kamera: Arthur W. Ahrweiler, Schnitt: Corina Dietz-Heyne, Szenenbild: Benedikt Herforth, Kostümbild: Anette Schröder. Die Redaktion im federführenden SWR liegt bei Christine Strobl, Manfred Hattendorf und Michael Schmidl.