Pressemitteilungen
ROMMEL - Stellungnahme zu den erneuten Vorwürfen im Nachrichtenmagazin „Focus“
07.11.2011
Die erneuten Vorwürfe in der Berichterstattung des Münchner Nachrichtenmagazins „Focus“ zum Fernsehprojekt ROMMEL sind für teamWorx-Chef Nico Hofmann nicht haltbar. Hofmann zur Behauptung, wissenschaftliche Forschung würde bei teamWorx nicht ernst genommen oder eine Auseinandersetzung gar verboten: „Wissenschaftliche Beratung ist das Fundament unserer produzentischen Arbeit bei historischen Eventprogrammen. Auch für die Produktion ROMMEL sind über Monate hinweg alle Expertisen unseres wissenschaftlichen Beratergremiums, zu dem die besten deutschen Historiker zählen, miteingeflossen und diskutiert worden. Sachliche Auseinandersetzungen sind genau das, was wir wollen. Wir verwahren uns lediglich gegen unsachliche Unterstellungen."
Prof. Dr. Peter Steinbach, wissenschaftlicher Leiter Gedenkstätte Deutscher Widerstand,
kritisiert die „Focus“-Behauptung, seine wissenschaftliche Arbeit in der Beratung von Filmprojekten würde nicht ernst genommen, auf das Schärfste: „Die Vorwürfe des ‚Focus‘ sind absurd und beleidigend, die Rommel-Drehbücher wurden monatelang wissenschaftlich geprüft, jeder Einwand, jede Frage, jeder Verbesserungsvorschlag wird fortwährend und intensiv bedacht und mit den anderen beratenden Historikern, dem SWR und teamWorx erörtert, diskutiert und abgewogen. Ich habe seit dreißig Jahren manche Kontroverse erlebt, die der Auseinandersetzung mit dem Gegenstand niemals geschadet haben. Niemals aber hatte ich wie in der Rommel-Auseinandersetzung das Gefühl, dass ein Nachrichtenmagazin sich zum Sprachrohr verletzter Eitelkeit macht und sich zu der Unterstellung versteigt, Gutachter arbeiteten lediglich für den Abspann. Ein Gutachter, der seine Sache ernst nimmt, versteht sich als Mittler zwischen den Quellen, dem Regisseur, dem Produzenten, der Fernsehanstalt und auch der Öffentlichkeit. Nico Hofmann suchte immer die Diskussion über das Drehbuch. Nur so kann er geschichtspolitische Akzente setzen.“
Anwalt Prof. Dr. Christian Schertz, der teamWorx rechtlich vertritt: „Die ‚Focus‘-Berichterstattung in Sachen ROMMEL erhebt mehrere unsachgemäße Vorwürfe: Es ging bei den rechtlichen Schritten gegen die Historikerin Dr. Cornelia Hecht nicht im Ansatz darum, die Wissenschaftsfreiheit oder kritische Stimmen zu unterdrücken. Vielmehr war es ja gerade ihre Aufgabe, als kritische Beraterin teamWorx zur Verfügung zu stehen. Im Rahmen des Beratungsvertrages war Frau Dr. Hecht, was völlig üblich ist, aber verpflichtet, sich gegenüber Dritten nicht zu Inhalten des Vertrages und internen Angelegenheiten der Produktion zu äußern. Hiergegen hatte sie aber durch ihr Verhalten verstoßen. Und hierauf bezog sich die geforderte Unterlassungserklärung, die sie im Übrigen auch abgegeben hat. Ebenso unrichtig ist die Berichterstattung, wonach Frau Dr. Hecht durch eine wirksame Kündigung aus dem Team historische Berater ausgeschieden ist. Vielmehr hatte sie ihre Beratungsleistung bereits abschließend vor geraumer Zeit erbracht.“

